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Anderen Menschen helfen mit freiwilligem Engagement ist keine Frage des Alters, sondern der Bereitschaft. Deshalb bieten wir auch die Möglichkeit, in verschiedenen Einsatzbereichen einen Freiwilligendienst zu leisten. • Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) • Bundesfreiwilligendienst 16-26 Jahre (BFD) • Bundesfreiwilligendienst ab 27 Jahre (BFD) Gerne Infos einholen und sich beraten lassen: Unsere Ansprechpartner hierzu sind beispielsweise auf der INFO-Seite unserer PLUS zu finden (siehe Rückseite). Anna Stark macht einen BFD bei uns im Rettungsdienst an der Hauptrettungswache in Regensburg und wir durften sie mit ein paar Fragen »löchern«: Wie bist Du zum Freiwilligendienst gekommen? Nachdem ich nach der Schule ein Praktikum im Rettungsdienst gemacht habe, wusste ich, dass ich sehr gerne in diesem Arbeitsumfeld arbeiten will. Mir hat besonders der Wechsel von professionellen und den sehr persönlichen Gesprächen gefallen. Daraufhin habe ich recherchiert und bin auf den BFD inklusive der Ausbildung zum*r Rettungssanitäter*in Freiwilligendienste KONKRET gestoßen: Was für mich eine perfekte Kombination aus Freiwilligendienst und beruflicher Weiterentwicklung ist. Was sollte man über Dich wissen? Ich habe eine sehr starke Meinung zu sehr alltäglichen Dingen, die ich dann auch sehr gerne mitteile. Wie zum Beispiel, dass manche Stühle nur designt worden sind, um den Leuten, die auf ihnen sitzen, möglichst große Schmerzen zu bereiten. Oder dass manche Häuser so aussehen, als hätte jemand auf dem Wertstoffhof die hässlichsten Fenster gesucht, die er finden konnte und extra darauf geachtet, dass bloß keins zusammenpasst. Ich trage eigentlich ausschließlich bunte Socken mit den verschiedensten Mustern. Das ist auch mein liebstes Geschenk, wenn mir jemand Socken schenkt, die zu mir passen. Ich habe sehr emotionale Bindungen zu materiellen Dingen, deshalb repariere ich meine liebsten Kleidungsstücke auch immer und immer wieder, weil es nicht in Frage kommt, sie wegzuschmeißen oder auszutauschen. Ich mag mein Essen am liebsten homogen. Also Fruchtjoghurt mit Stücken geht gar nicht. Ich liebe es, draußen in der Natur dreckig zu werden, weil ich dann das Gefühl habe, den Moment in vollen Zügen genossen zu haben. Ich liebe es, so lächerlich wie möglich zu tanzen, weil mich das und andere immer zum Lachen bringt. Ich mache das aber nur, wenn ich mich sehr wohl fühle. Ich habe einen Stegosaurus als Kuscheltier: Sie heißt Dina und kommt wirklich immer mit, wenn ich irgendwo auch nur eine Nacht schlafe, weil es sonst einfach nicht so gemütlich ist. An welchen Moment in deinem Leben erinnerst du dich besonders gerne? Als ich mit meiner Familie auf Galapagos war, hatten wir einen Abend besonders schlimmen Seegang, sodass wir alle seekrank wurden. Deshalb mussten wir uns gegenseitig in unserem sehr schlechten Zustand Pflaster gegen Seekrankheit kleben. Mein Bruder und ich lagen dann die halbe Nacht an Deck unter den Sternen, weil uns überall anders und in jeder anderen Position übel geworden ist. Während wir also versucht haben, nicht über Bord zu fallen haben wir in dem Moment auch mal wieder Gespräche geführt, für die man sich sonst keine Zeit nimmt. Was ist Deine Message in Bezug auf den Freiwilligendienst an junge Leute? Ich finde es auf jeden Fall empfehlenswert, dass jede Person, die irgendwie die Mittel dazu hat, ein Freiwilligendienst macht, der im besten Fall zur Berufswunschrichtung passt. Zum einen lernt man unglaublich viel über sich selbst und andere, weil man zumindest meist das erste Mal so richtig mit vielen unterschiedlichen Menschen außerhalb eines schulischen Settings zusammenkommt und auch als Team funktionieren muss. Außerdem merkt man, wie sich ein Arbeitsalltag anfühlt und kann so auch abwägen, was einem für seinen zukünftigen Arbeitsplatz besonders wichtig ist. Ein weiterer Punkt ist, dass man lernt, mit Gehalt umzugehen und wie man sich alles so einteilt, dass die monatlichen Ausgaben gedeckt werden können. Wenn Du Zeit & Geld ohne Ende hättest: Was würdest Du tun? Ich würde alle Leute einpacken, die ich gerne habe und in jedem Land mal ein bisschen leben, um mal einen richtig intensiven Einblick in andere Kulturen zu haben. Und schöne abgelegene Orte auf der ganzen Welt zu entdecken. Außerdem würde ich so gerne alle dummen Geschäftsideen umsetzen, die ich mit meiner Mitbewohnerin entworfen habe. Einfach nur um rauszufinden, ob dass wirklich Dinge sind, die die Menschheit braucht oder ob wir damit alleine sind. Was motiviert Dich im Job? Eine große Rolle spielen meine Kolleg*innen, es ist immer interessant, mit neuen Leuten als Team zu arbeiten und neue Gespräche zu führen. Oder mit Leuten mehrfach zu arbeiten und langsam die Dynamik im Team immer besser zu spüren. Ich mag es auch sehr gerne, mit Menschen aus verschiedensten Generationen und Situationen ins Gespräch zu kommen, die man sonst nie getroffen hätte und die einem alle nochmal einen ganz neuen Blick auf das Leben und die Welt geben. Es macht mich auch immer glücklich, wenn man mit Patient*innen lachen kann und dass sich Menschen bei einem wohl fühlen. Besonders aber, dass ich mit meinem Job die Chance habe Leuten das Gefühl zu geben, ernst genommen zu werden und dass sich wirklich jemand für deren Probleme und Sorgen interessiert und einsetzt. Was natürlich immer am tollsten ist, ist wenn Patient*innen wirklich dankbar sind für die Arbeit und die Mühen, die man sich macht und einem das dann so auch sagen. 9 KREISVERBAND

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